im Rosengarten

15. August 2026


Trete durch das Tor in den Rosengarten am Rapperswiler Schlossberg vor dem Kapuzinerkloster, unterhalb des Rebberges, der mit blauen und grünen Netzen abgedeckt ist. Vor mir ein See voller Rosen in den buntesten Farben: weiss, gelb, rosarot, rot, zweifarbig, uni, die Blüten flach, kugelig, hochgebaut oder rosettenförmig, 150 Sorten und rund 3000 Pflanzen sollen es sein.

Das hintere Viertel liegt noch im Schatten, unter meinen Füssen Kies, nach wenigen Schritten entlang der Gartenmauer wandle ich durch den Rosenduft, der meine Sinne betört. Der Geruch erinnert mich an die Führung bei den Parfumerurs Galimard in Grasse, bei der wir 1993 während den Familienferien teilgenommen haben. Verweile einen Moment im Schatten und blicke über den Garten zurück, nicht nur die Temperatur von gegen 30° um 11 Uhr, die alten Steinmauern mit Eidechsen, der benachbarte Rebberg und die unverputzte Steinfassade des Kapuzinerklosters mit dem Kruzifiz über der Pforte erinnert mich an die Sommerferien in der Provence. Zwischen den Beeten liegen Eternitplatten, und so gehe ich mitten durch den Blütenzauber zum Eingang zurück und steige anschliessend die Treppen hoch zum Lindenhof und Schloss.






 




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